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Wachsende Bedeutung des Werttreibers Risiko in der KapitalmarktkommunikationWACHSENDE BEDEUTUNG DES WERTTREIBERS
RISIKO IN DER KAPITALMARKTKOMMUNIKATION

16.01.2008

Contrast Management-Consulting erstellt seit 2005 alljährlich eine aktuelle Studie zum Stand der Risikoberichterstattung börsennotierter Unternehmen in Österreich. Analysiert wurden Unternehmen des Prime Market der Wiener Börse sowie österreichische Unternehmen mit einer Notierung in Frankfurt oder Zürich.

 

Rechnungslegungsänderungsgesetz greift noch nicht ausreichend

 

„Obwohl sich im langfristigen Trend die Risikoberichterstattung österreichischer

börsennotierter Unternehmen klar verbessert hat, bestehen immer noch deutliche Defizite. Insbesondere dem Erfordernis zur zunehmenden Quantifizierung von Finanzrisiken entsprechend dem Rechnungslegungsänderungsgesetz (ReLÄG 2004) wird nur unzureichend Folge geleistet. Finanzrisiken werden sogar im Vergleich zum Vorjahr wieder seltener quantifiziert“, erläutern Robert Denk, Partner und Leiter des Competence Center für Value und Risikomanagement bei Contrast Management Consulting und Raoul Ruthner, Senior Berater und Experte für Chancen- und Risikomanagement.

 

Weitere Qualitätsverbesserungen in der Risikoberichterstattung gefordert

 

„Auch wenn das Informationsangebot in der Risikoberichterstattung laufend wächst, werden zu einem überwiegenden Teil nur qualitative Informationen zu Einzelrisiken geliefert. Im Schnitt berichten die Unternehmen über 8,2 Risikokategorien, wobei sich die Anzahl der Risikokategorien zwischen 2002 und 2006 mehr als verdoppelt hat. Die aus Investorensicht notwendige Quantifizierung der Gesamtrisikoposition des Unternehmens ist weiterhin nur selten zu finden“ stellen die beiden Contrast-Experten nüchtern fest. „Erfreulich ist jedoch die weitere Zunahme der Berichterstattung über Maßnahmen zur Risikosteuerung. Mittlerweile berichten bereits 93% der Unternehmen über Maßnahmen zum aktiven Umgang mit ihren Risiken. Eine Entwicklung die deutlich unterstreicht, dass modernes Risikomanagement nicht mehr nur die Identifikation und Bewertung von Risiken in den Vordergrund stellt, sondern immer stärker die aktive Gestaltung und Steuerung der Risikoposition erforderlich macht“ sind sich Robert Denk und Raoul Ruthner einig.

 

Die Profis in der Risikoberichterstattung

 

Wie bereits in den vergangenen Jahren zählen wieder Bank Austria, Erste Bank und Verbund zu den Vorzeigeunternehmen in Hinblick auf professionelle Risikoberichterstattung. Sie überzeugen durch aussagekräftige, zukunftsorientierte Informationen über Einzelrisiken und über aggregierte Risikowirkungen. Damit zeigen diese drei Unternehmen auf, welche Wechselwirkungen Einzelrisiken und Chancen aufeinander haben.

 

Risikoberichterstattung wird sich zukünftig als wichtiger Werttreiber etablieren

 

Bei der Übertragung von interner Wertschaffung auf den Kapitalmarkt sind österreichische Unternehmen immer erfolgreicher. Die sich zunehmend verbessernde Kapitalmarktkommunikation konnte schon der letztjährige Shareholder Value performance test belegen. „Besonders auffällig ist hier, dass Österreichs Top-Wertschaffer eine umfangreichere Risikoberichterstattung aufweisen als die Unternehmen, die nicht so erfolgreich performed haben und ausführlich über Ausgestaltung und Funktionsweise des Risikomanagement-Systems berichten. Die Unternehmen, die schlechter performed haben liefern hingegen deutlich öfter nur eine „Minimal“-Berichterstattung“ weisen Robert Denk und Raoul Ruthner hin und weiter „Eine Qualitätsverbesserung in der Risikoberichterstattung ist somit ein wesentlicher Baustein für die Erzielung einer überdurchschnittlichen Performance am Kapitalmarkt, wird jedoch derzeit noch nicht flächendeckend genutzt.“

 

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