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Professionalität bei Nonprofit Organisationen und in der öffentlichen Verwaltung schreitet voranPROFESSIONALITÄT BEI NONPROFIT
ORGANISATIONEN UND IN DER ÖFFENTLICHEN
VERWALTUNG SCHREITET VORAN

24.11.2009

Kostenrechnung, Planung und Budgetierung sowie Berichtswesen sind die wichtigsten Instrumente der operativen Steuerung, die NPOs und die öffentliche Verwaltung verstärkt einsetzen. Eine aktuelle empirische Studie von Contrast Management-Consulting in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Controller-Institut untersuchte bei 800 Organisationen den Entwicklungsstand der strategischen und operativen Organisationssteuerung. Titel der Studie, die einen Rücklauf von ca. 14 % aufwies: „Steuerung in NPOs und der öffentlichen Verwaltung. Entwicklungsstand und Perspektiven“, Josef Baumüller und Christian Horak.

 

84 % der Befragten können im operativen Bereich durchaus als ‚Profis’ und ‚Fortgeschrittene’ bezeichnet werden, die strategische Steuerung hinkt diesem Ergebnis mit einem Ausbaugrad von 44 % etwas nach. „Diese Ergebnisse zeigen deutlich, dass professionelle Steuerung bei NPOs und in der öffentlichen Verwaltung bereits ‚daily business’ ist. Die operative Steuerung hat sich in den letzten Jahren bezüglich Instrumenteneinsatz und Effektivität merkbar weiter entwickelt“, stellt Christian Horak, Initiator der Studie sowie Leiter des Bereichs Nonprofit und Public Management bei Contrast Management-Consulting, fest. Besonders signifikant ist auch die Tatsache, dass Professionalisierung, also der Entwicklungsstand der operativen Steuerung, völlig unabhängig von der Organisationsgröße ist. Damit wird auch deutlich belegt, dass der Aufwand für eine effektive und effiziente Steuerung durchaus auch von kleinen Organisationen getragen werden kann und auch dort das Bewusstsein sehr umfassend gestiegen ist. „Wir sehen, dass alle Organisationen ihre Ressourcen, ihre Mitarbeiter möglichst effizient einsetzen wollen, um ihre Mission bestmöglich zu erfüllen. Natürlich spielen gerade in der Steuerung finanzielle Mittel eine erhebliche Rolle, aber nicht nur die. Der Einsatz von Mitarbeitern – sei es ehren- oder hauptamtlich – ist ebenso ein springender Punkt in vielen NPOs, und hier wirklich nachhaltig mit einem Personalmanagement zu agieren, kann erfolgsentscheidend sein“, ist Christian Horak überzeugt. Die Organisationen fragen sich nicht mehr „wie viel Geld und Personal habe ich zur Verfügung, sondern sie fragen sich, wie kann ich die Ziele, die Mission, die ich als Organisation zu verwirklichen habe und die mich auch von anderen unterscheidet

und im besten Fall zu einer ‚Marke’ macht, bestmöglich erreichen“.

 

Strategisch Denken und Handeln kommt erst langsam in Fahrt

 

Genau hier setzen auch die Organisationen an, wenn es um die strategische Steuerung geht. Zwar werden laut unserer Studie strategische Analyse- und Steuerungsinstrumente vergleichsweise wenig eingesetzt, gleichzeitig geben 80 % der Befragten an, dass sie sowohl auf Gesamtebene als auch in Teilbereichen mit Wirkungszielen arbeiten. „Wir sehen darin auch das Bestreben, dass Organisationen und Einrichtungen bei ihren Anspruchsgruppen Akzeptanz und Zufriedenheit erreichen wollen. Das sind strategische Ziele, die natürlich auch über die Wirkungssteuerung erreicht werden können. Die am stärksten verwendeten Ansätze zur Wirkungserfassung sind Evaluierungen“, erläutert Christian Horak weiter.

 

Positives Selbstbild

 

„Besonders gefreut hat uns, dass die überwiegende Mehrheit der Organisationen – fast 90 % – ein positives Selbstbild hat und mit der eigenen Entwicklung ‚zufrieden’ ist. Wir sehen darin auch einen Ausdruck gegen die allgemeine ‚Krankjammerei’, denn zufriedene Organisationen, so unsere Erfahrung, lehnen sich nicht zurück und ruhen sich auf den Lorbeeren aus, sondern erkennen zeitgerecht, was für sie wichtig ist und gehen schrittweise weiter. Ich bin daher auch zuversichtlich, dass Professionalisierung sowohl bei NPOs als auch in der öffentlichen Verwaltung in den nächsten Jahren sicherlich weiter steigen wird“, so Christian Horak abschließend.