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Kürzer, schneller, leichter – wie Unternehmen ihre Planung verbessern könnenKÜRZER, SCHNELLER, LEICHTER – WIE
UNTERNEHMEN IHRE PLANUNG VERBESSERN
KÖNNEN

05.11.2015
Mirko Waniczek, Partner von Contrast Management-Consulting und Controlling Experte, setzt sich seit Jahren für einen neuen Zugang zum Planungsprozess ein. Mit Hilfe von Predictive Analytics soll der Planungsprozess vereinfacht werden. Dieses Instrument wurde bei der 10. ÖCI-BARC-Tagung im November vorgestellt und stellt nach Meinung von Waniczek eine wesentliche Unterstützung für einen effizienteren Planungsprozess dar.

Planung muss sein – aber wie?

 

Planung suggeriert Sicherheit, die es nicht gibt und stellt ebenso wie Reporting eine „Dauerbaustelle“ in Unternehmen dar. Die regelmäßigen Panel-Befragungen des Controller-Instituts belegen dies. So wird die Planung in mehr als 50 % der Unternehmen wenig effizient Bottom-up gestartet. Operationale Ziele existieren meist nur für das Gesamtunternehmen und nur 25 % der Manager legen für nachgelagerte Ebenen (z.B. Geschäftsbereiche) Ziele fest. Darüber hinaus wird Planen in Szenarien immer wichtiger, stößt in der Praxis aber an seine Grenzen.

 

Predictive Analytics

 

Predictive Analytics erlauben es, auf Basis von bestehendem Datenmaterial Vorhersagen für die Zukunft zu treffen. Voraussetzung dafür ist eine möglichst große Datenmenge, die von spezieller Software mit Hilfe von statistischen Verfahren analysiert wird, um darin Muster zu erkennen. „Als Ergebnis daraus können Szenarien dargestellt werden, die auf Basis von Erfahrungen der jüngeren Vergangenheit im Planungshorizont wahrscheinlich sind“, erläutert Waniczek.

 

Der Blick in die Zukunft

 

Während bestehende Instrumente nur vergangenheitsbezogene Fragen wie „Was ist passiert?“ oder „Warum ist es passiert?“ beantworten konnten, ermöglichen Predictive Analytics auch Aussagen darüber, was in Zukunft passieren könnte.

 

Die derzeitige Erfolgsgeschichte von Predictive Analytics basiert hauptsächlich auf 3 Faktoren:

  1. Noch nie standen so viele Daten wie heute zur Verfügung (Trend weiter steigend).
  2. Hohe Rechenleistung (Trend weiter steigend) ist mittlerweile zu vernünftigen Preisen (Trend weiter sinkend) verfügbar.
  3. Neue, komplexere Rechen-Algorithmen erlauben bessere Analyseergebnisse.

 

Predictive Analytics im Controllingprozess

 

„Controller müssen einen Betrag dazu leisten, dass die Planung trotz zunehmender unternehmensexterner und -interner Volatilität als Instrument zur aktiven Gestaltung der unternehmerischen Zukunft genutzt wird. Ziele müssen daher stärker an Benchmarks orientiert sein, finanzielle Budgets müssen flexibler genutzt und bei Bedarf umgewidmet werden können. Der Mehrwert, den Controller im unterjährigen Reporting stiften, liegt nicht nur darin, Informationen so aufzubereiten, dass die Adressaten wesentliche Entwicklungen erkennen können, sondern zunehmend eine aktive Rolle bei der Definition und Umsetzung ergebnisverbessernder Maßnahmen einzunehmen“, sagt Waniczek.

 

„Die Planung Top-down zu starten, sei eine Entscheidung des Managements, wobei Predictive Analytics diesen Prozess unterstützen können. So können zum Beispiel durch zentrale Stellen genauere Aussagen über erzielbare Absatzmengen oder Kundenpräferenzen getroffen werden. Das Management hat also Unterstützung in der Festlegung vernünftiger Top-Down-Ziele und agiert weniger im luftleeren Raum“, so Waniczek abschließend.