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Komplex oder schon kompliziert?KOMPLEX ODER SCHON KOMPLIZIERT?

18.08.2014
21. NPO-Kongress: 15. bis 16. Oktober 2014, Schloß Schönbrunn, Wien

Das Controller Institut hat unter der fachlichen Leitung von Christian Horak, Leiter des Bereichs Nonprofit, Public & Healthcare Management bei Contrast Management-Consulting, den heurigen NPO-Kongress dem Thema Einfachheit gewidmet.

 

Warum sich das Management von NPOs und der öffentlichen Verwaltung auf „Einfachheit“ besinnen soll, erläutert Christian Horak, Gründer und Leiter des Kongresses, wie folgt: „In den letzten Jahren haben sich die schon immer komplexen Rahmenbedingungen für NPOs und öffentliche Verwaltungen noch weiter ausdifferenziert. Interessenskonflikte unterschiedlicher Anspruchsgruppen und Verknappung von Mitteln bei gleichzeitigen Anforderungserhöhungen sind nur ausgewählte Beispiele dafür.“

 

Sich auf den Kern der Aufgabe konzentrieren

Eine Führungskraft einer NPO oder der öffentlichen Verwaltung kann dann professionell und unkompliziert agieren, wenn sie sich immer auf den Kern der eigenen Aufgabe beziehungsweise der Organisation konzentriert. „Ich rate dann immer, die Frage zu stellen: „Was hilft mir und unterstützt mich, diese Aufgaben und damit den Auftrag zu erfüllen und was nicht?“ Man muss nicht immer jede Management-Mode mitmachen, sollte sich aber immer klare Prioritäten setzen und vor allem möglichst einfach und klar kommunizieren“, so Horak weiter.

 

Komplexität beherrschen

NPOs und öffentliche Verwaltungen haben teilweise versucht, diese Komplexitätssteigerungen über korrespondierende und teilweise sich überlappende Steuerungssysteme abzufangen. Die Grenzen sind hier jedoch erreicht und es stellt sich die Frage, ob Einfachheit im Denken und Handeln ein probates Mittel sein kann, die Dinge wieder in beherrschbare Bahnen zu lenken. Sich auf das „Wesentliche und Einfache“ rückbesinnen muss nicht automatisch bedeuten, auf Instrumente wie Controlling, Risikomanagement, Strategie, Business-Intelligence, Compliance und Governance-Regeln zu verzichten. Sie müssen aber so eingesetzt werden, dass sie Komplexität beherrschbar machen und nicht zusätzliche Komplexität fördern. Das trifft zum Beispiel dann zu, wenn es mehrere ähnliche Systeme oder Instrumente gibt, die mehr oder weniger parallel im Einsatz sind. Wenn Instrumente also nicht synergetisch und damit einfacher angewendet werden, kommt es zu unnötigen Verkomplizierungen. Wenn man inhaltlich genau weiß, wo man hin will, kann man mit Unterstützung dieser Instrumente diese Ziele auch besser erreichen.

 

Komplex oder schon kompliziert?

Wichtig ist zwischen komplex und kompliziert zu unterscheiden. Komplex geht es in einer NPO meistens schon systembedingt zu. Problematisch wird es, wenn es kompliziert wird, das heißt, wenn man sich das Managementleben durch selbst geschaffene und veränderbare Regeln oder Instrumente schwer macht. Ausufernde Kompliziertheit erkennt man daran, dass die nach innen gerichteten Prozesse in der Prioritätensetzung bei den Führungskräften mehr Gewicht haben, als das Erreichen beziehungsweise Umsetzen des eigentlichen Auftrages. Zum Beispiel, wenn im Herbst „nichts mehr geht“, weil Budgetierungszeit ist, oder wenn das kommende Jahr keinen Platz für inhaltliche Weiterentwicklung bietet, weil sich alles um die Einführung einer neuen IT-Lösung dreht. „Hier geht es eindeutig viel zu kompliziert zu“, so Horak abschließend.

 

Programm und Anmeldung:

www-npo-kongress.at