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Internationalisierung und Innovation sind Erfolgsfaktoren für Wert-EntwicklungINTERNATIONALISIERUNG UND INNOVATION
SIND ERFOLGSFAKTOREN FÜR
WERT-ENTWICKLUNG

14.07.2011
Contrast Management-Consulting, der führende österreichische Strategieberater, der jüngst sein 20-jähriges Bestehen feierte, analysiert seit 13 Jahren die Performance börsenotierter österreichischer Unternehmen.

Für Werner Hoffmann, Vorsitzender der Geschäftsführung von Contrast Management-Consulting und Professor für Unternehmensführung der WU Wien, sind Wachstum, relative Börsen-Performance sowie die Ertragskraft wichtige Erfolgsindikatoren für die Bewertung von Unternehmensstrategien. Gemeinsam mit Bernhard Gritzner, Senior Berater bei Contrast Management-Consulting und Patrick Schwarzl, Projekt Assistent bei Contrast Management-Consulting, sind knapp 80 Unternehmen unter die strategische Lupe genommen worden.

 

Die bewährten Kennzahlen zur Performancemessung (Spread, Eigenkapitalrentabilität, Total-Shareholder-Return (TSR) und Wachstum) wurden auch in diesem Jahr beibehalten.

 

„Für die 3-Jahresauswertung haben wir dieses Jahr 57 börsenotierte Unternehmen sowie 9 Banken und Finanzdienstleister analysiert. Im 1-Jahresvergleich sind 62 Unternehmen sowie 10 Banken und Finanzdienstleister bewertet worden“, so die Autoren.

 

KapschTrafficCOM verzeichnete im Jahr 2010 das erfolgreichste Wirtschaftsjahr in der Unternehmensgeschichte und ist dieses Jahr der große Gewinner des Strategic Performance Tests

 

Der internationale Anbieter von innovativen Verkehrstelematiklösungen KapschTrafficCom, dessen Kernkompetenz in der Entwicklung, Realisierung und Betrieb elektronischer Mautlösungen besteht, konnte im Jahr 2010 das erfolgreichste Wirtschaftsjahr seiner Geschichte verzeichnen und ist damit der Sieger des diesjährigen Strategic Performance Tests (Platz eins im 3-Jahres-Ranking und Platz zwei im 1-Jahres-Ranking).

 

Auf den Plätzen der 3-Jahres-Betrachtung folgen Rosenbauer (Vorjahr: Platz 2), Andritz (Vorjahr: Platz 4), Schoeller Bleckmann Oilfield Equipment (Vorjahr: Platz 3) und Lenzing (Vorjahr: Platz 7). In der Betrachtung über ein Jahr bilden die Miba AG (im Vorjahr noch auf Rang 30 bzw. Rang 27 in der mittelfristigen Betrachtung), gefolgt von Kapsch, Lenzing, Andritz und RHI die Top 5.

 

Das Fazit der Analyse ist kein überraschendes: nach der Krise waren folgende Erfolgsparameter entscheidend:

  • Ausbau und Festigung einer klaren strategischen Positionierung
  • Internationalisierung gekoppelt mit innovativen Produkten und Dienstleistungen zur Stärkung der eigenen Position und der Erschließung neuer Erfolgspotenziale und Märkte
  • gezieltes Wachstum (organisch oder durch Akquisitionen) auch in schwierigen Zeiten
  • guter Liquiditätsstatus zur konsequenten Umsetzung der Unternehmensstrategie

Welche Erfolgskonzepte hatten die Sieger 2010?

 

„Die diesjährigen Top-Performer haben die Krise genutzt, um gestärkt zurückzukehren und den Wirtschaftsaufschwung bestmöglich zu nutzen. Das rechtzeitige Reagieren auf die sich ändernden Rahmenbedingungen in Zeiten der Krise, der sinnvolle Einsatz frei gewordener Ressourcen in die Stärkung der eigenen Position und das konsequente Festhalten an der Unternehmensstrategie waren dabei entscheidend“, so die Einschätzung der Autoren.

 

Zum großen Gewinner meinen sie: „Kapsch überzeugte dabei auf allen Linien – in den zugrundeliegenden Zwischenauswertungen (je Performance-Kennzahl) belegt Kapsch schlechtestenfalls Rang fünf. Im Vorjahr in der 3-Jahres-Auswertung noch auf Rang 21, verbesserte sich Kapsch um 20 Rankings und nimmt damit Rang 3 der Top Mover des Jahres 2010 ein. Das Erfolgskonzept für dieses Ergebnis liegt u.a. auch daran, dass bestehende Märkte wie Südafrika gestärkt wurden, aber auch neue Märkte besetzt wurden. Dazu zählt der Erwerb von Mark IV IVHS, dem größten Anbieter von Komponenten für elektronische Mautsysteme in Nordamerika. Sowohl bei Umsatz (+80% zum Vorjahr) als auch EbIT (Verdoppelung zum Vorjahr) konnten historische Höchststände erzielt werden.

 

Rosenbauer überzeugt mit Innovation und Umsatzwachstum im internationalen Geschäft

 

Wie im Vorjahr belegt Rosenbauer Platz zwei im 3-Jahres-Ranking. Der weltweit größte Hersteller von Feuerwehrfahrzeugen profitiert insbesondere von der Intensivierung in Forschung und Entwicklung im Krisenjahr. „Das sechste Mal in Folge gelang es dem Unternehmen, die Umsätze zu steigern (+19%). Das Exportgeschäft (+23%) war auch heuer wieder der größte Ergebnisbringer und kompensierte einen Einbruch am österreichischen Markt von 20%“, so die Analyse der Autoren. Einen weiteren betriebswirtschaftlichen Erfolg konnte Rosenbauer erzielen, indem das EbIT fast verdoppelt wurde und die EbIT-Marge von 8,3% den höchsten Wert der letzten 10 Jahre darstellt.

 

Andritz punktet mit hoher Ergebnisqualität und Diversifikation

 

Volle Auftragsbücher und internationale Großprojekte (98% aller Aufträge gehen in den Export) haben Andritz heuer den dritten Platz beschafft. Akquisitionen von Unternehmen mit komplementären Produkten und Technologien führten zu einer Stärkung der eigenen Positionierung. Die weltweite Ausrichtung von Andritz ist ähnlich zu bewerten wie bei Rosenbauer. Während Märkte wie Europa und die USA sich nach der Krise langsam stabilisieren, konnte in den Emerging Markets wieder ein starkes Wachstum verzeichnet werden. Der Umsatz konnte im Vergleich zum Vorjahr um 11% und das EbIT um mehr als 60% gesteigert werden, damit zählt Andritz zu den absoluten Vorzeigekandidaten was „Ergebnisqualität“ betrifft. Die starke Diversifikation und die Tatsache, in allen Sparten zur absoluten Weltspitze zu gehören, sollten auch in Zukunft einen maßgeblichen Vorteil gegenüber den Wettbewerbern darstellen.

 

Miba verfolgt konsequent die Wachstumsstrategie und senkt Kosten

 

Miba produziert hochbelastbare Antriebskomponenten für die Motoren- und Fahrzeugindustrie und nimmt in der 1-Jahresbetrachtung den ersten Platz ein und verweist damit Kapsch auf Rang 2. Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie das Know-how der Mitarbeiter (rund 6% des Umsatzes) und der Aufbau neuer Geschäftsfelder sichern den Wettbewerbsvorsprung der Miba AG heute und in Zukunft. 2010 profitierte das Unternehmen stark vom Aufschwung, baute seine Kapazitäten weiter aus und reduzierte die Kosten um rund ein Fünftel. 40% Umsatzwachstum und eine Verdreifachung des EbITs sind nur einige Indizien für den Erfolg des Unternehmens.

 

Lenzings Wege zum Erfolg: Nachhaltigkeit, antizyklische Investitionspolitik und Wachstum

 

Lenzing gehört zum sechsten Mal in Folge zu den nachhaltigsten Unternehmen Österreichs. Die antizyklische Investitionspolitik in Zeiten der Krise hat sich bezahlt gemacht und verhalf Lenzing zum dritten Platz im 1-Jahres-Ranking. Der Umsatz konnte um 45% gesteigert und das EbIT mehr als verdoppelt werden. Gleichzeitig konnte die Finanzierungsstruktur und der Cash-Flow verbessert werden. Die wirtschaftliche Stärke basiert auf qualitativ hochwertigen und innovativen Produkten sowie einer erfolgreichen Spezialitätenstrategie und einer ausgezeichneten Kostenstruktur. Die erfolgreiche Platzierung einer 7-jährigen Anleihe (120 Mio. EUR) half, das Finanzierungsportfolio zu optimieren und die Finanzkraft zu stärken. Die Refinanzierung bestehender Finanzierungsverbindlichkeiten und die Finanzierung neuer Projekte konnten damit gewährleistet bleiben. Auch in Zukunft ist mit einer weiteren Wachstumsoffensive zu rechnen. Für 2011 ist eine Kapitalerhöhung geplant und bis 2015 plant man 1,5 Mrd. EUR in den Ausbau der Kapazitäten zu investieren.

 

Ranking für Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister

 

Das gesonderte Ranking für Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister konnte die Vienna Insurance Group in der 3-Jahresbewertung für sich entscheiden. Auf den Rängen folgen die Oberbank und die Raiffeisen Bank International (die im 3-Jahres-Ranking zwei (Eigenkapitalrendite und Wachstum) der drei zugrundeliegenden Zwischenbewertungen für sich entscheiden konnte und den 3. Platz nur der schlechten Platzierung beim TSR verdankt).

 

Die 1-Jahresbewertung ging klar (Sieger in allen Kategorien) an C-Quadrat Investment, welche heuer erst zum zweiten Mal in der Wertung war, gefolgt von Raiffeisen Bank International und der Vienna Insurance Group.

 

Führender Lebensversicherer in CEE – die Vienna Insurance Group – sichert sich Rang 1 im 3-Jahres-Ranking

 

Wie im letzten Jahr gelang es der der VIG, die nunmehr seit 20 Jahren nicht nur in Österreich, sondern vor allem in CEE erfolgreich ist, erneut einen Anstieg der Prämien und eine kräftige Steigerung der Gewinne zu erzielen. Dies lässt sich zurückführen auf eine konsequent fortgesetzte Wachstums- und Vertriebsstrategie und ein erfolgreich umgesetztes Effizienzsteigerungsprogramm. Mit dem Markteintritt in Montenegro ist die VIG nun in 24 Ländern präsent. Eine neue, zukunftsorientierte Konzernstruktur wurde erfolgreich implementiert. Die VIG übernimmt in ihrer Holdingfunktion die Steuerung des Konzerns in Österreich und Zentral- und Osteuropa.

 

C-Quadrat ist Sieger in allen Kategorien im 1-Jahres-Ranking

 

C-Quadrat ist im Vorjahr zum erfolgreichsten Dachfondsmanager Österreichs gewählt worden. Diesen Erfolg verdankt C-Quadrat nicht alleine dem generellen Aufschwung innerhalb der Branche. Die positive letztjährige Entwicklung der Ertragslage im Fondsbrokerage basiert auf gestiegenen Handelsvolumina und deutlich höheren Beständen in Aktienprodukten. Das Beteiligungsportfolio wurde bereinigt und deutlich gestrafft, was wiederum zu einem deutlich höheren Ergebnis der Tochterunternehmen geführt hat. Den starken Mittelzufluss und die damit einhergehende Steigerung der Management-Fees verdankt C-Quadrat dem gestiegenen Absatz von C-Quadrat-Fonds in Europa. Zukünftig plant C-Quadrat, mit einem innovativen und erfolgreichen Konzept in den ETF Markt (exchange-traded fund/börsengehaltener Fond) einzusteigen und damit den Siegeskurs der vergangenen Jahre (2. im Jahr 2009, 1. im Jahr 2010) fortzusetzen und eine Spitzenposition auch im 3-Jahres-Ranking einzunehmen.

 

Abschließendes Resümee der Autoren, „eine klare strategische Positionierung, der Fokus auf die Kernkompetenzen, eine wohl überlegte Wachstumsstrategie und die internationale Ausrichtung von Unternehmen sowie ein konsequentes strategiekonformes Kosten- und Liquiditätsmanagement sind zwar keine Garantien, aber doch unverzichtbare Grundlagen für nachhaltigen Unternehmenserfolg“.