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Big Data im Weltkulturerbe – Die Schloß Schönbrunn Kultur und Betriebsgesellschaft (SKB) baut Digitalisierungsstrategie ausBIG DATA IM WELTKULTURERBE – DIE
SCHLOSS SCHÖNBRUNN KULTUR UND
BETRIEBSGESELLSCHAFT (SKB) BAUT
DIGITALISIERUNGSSTRATEGIE AUS

15.05.2017

Die im Eigentum der Republik stehende Gesellschaft, Nummer 1 des Österreich-Tourismus und UNESCO-Weltkulturerbe, verzeichnete 2016 3,72 Millionen verkaufte Tickets am Areal und 2,55 Millionen Besucher im Schloss. „Eine sehr erfreuliche, aber gleichzeitig auch in vielerlei Hinsicht herausfordernde Tatsache“, wie Markus Wiesenhofer, Assistent der Geschäftsführung, feststellt. Er koordiniert in der Stabsstelle für Strategie und Entwicklung der SKB die Digitalisierungsstrategie. „Wir haben erkannt, dass Digitalisierung nicht nur ein Marketing- oder Vertriebsthema ist, sondern alle Unternehmensbereiche, ob EDV, Controlling, Personal oder Wissenschaft, betrifft. Digitalisierung beeinflusst unsere Unternehmenskultur maßgeblich, da neue digitale Prozesse traditionelle Abläufe ablösen“, so Markus Wiesenhofer weiter. Im Rahmen der generellen Strategieentwicklung in der SKB widmet sich die Gesellschaft gemeinsam mit Contrast EY Management Consulting systematisch den Themen Digitalisierung, Datenschutz und Datensicherheit. In einem „Living Paper“ haben Arbeitsgruppen unter der Koordination von Markus Wiesenhofer sechs wesentliche Teilbereiche der Digitalisierung formuliert und eine Digitalisierungsstrategie als interne Handlungsanleitung definiert.

 

Klare strategische Ausrichtung

 

Christian Horak, Partner von Contrast EY Management Consulting, sieht den großen Vorteil der Gesellschaft darin, dass sie sich seit Jahren in einem konsequenten Entwicklungsprozess sehr klar strategisch positioniert hat. Dieses strategische Fundament ermögliche es, entsprechend „agil“ und „innovativ“ zu agieren und nicht reagieren zu müssen und damit auch das Thema „Digitalisierung“ proaktiv anzugehen. „Big Data ist ein Mega-Thema. Bis zum Jahr 2022 wird das Datenvolumen weltweit auf ca. 100 Zettabyte anwachsen“, so Horak weiter. Er sieht die große Herausforderung für NPOs und öffentliche Verwaltung in Hinblick auf Digitalisierung vor allem darin, dass dieses Thema nicht isoliert im Sinne einer abgegrenzten Digitalisierungsstrategie, sondern stattdessen gesamtheitlich in einem strategischen Rahmen betrachtet und angegangen werden sollte. „Digitalisierung bietet neue Möglichkeiten und Zugänge, strategische Ziele bzw. Wirkungen zu erreichen, ist aber kein Selbstzweck“, weiß Horak. „Zusätzlich muss ich mich natürlich um Datensicherung und Datenschutz kümmern. Je mehr Daten ich produziere, desto höher werden die Anforderungen, was Datensicherheit betrifft“, ergänzt Horak. Wesentlich sei jedoch, dass es sich bei dem Thema sowohl um strategische als auch um juristische und technische Aspekte handle. Denn in fast genau einem Jahr, am 18. Mai 2018, wird EU-weit die Datenschutz-Grundverordnung in Kraft treten.

 

Bestmöglich erhalten und schonend vermarkten

 

Die Kernaufgabe im Sinne des Auftrags für die SKB besteht darin, die Kulturstätten sowohl bestmöglich zu erhalten als auch zu vermarkten. Umgesetzt wird dies mit einer Balanced Scorecard, dem Bindeglied zwischen den Unternehmenszielen, der Strategie und deren Umsetzung. Digitalisierungslösungen werden aktuell mit der grundsätzlichen Strategie der SKB verbunden. Im Moment sind vor allem Big Data, die Online-Kommunikation, die Präsenz in den sozialen Medien sowie die Digitalisierung von Prozessen im Fokus der Digitalisierungsstrategie. Eine der wichtigsten Maßnahmen in Hinblick auf Digitalisierung ist z.B. das seit vielen Jahren bestehende Staumanagement im Schloß Schönbrunn. Damit erfolgt die Besuchersteuerung über ein System, bei dem jeder Besucher eine fixierte Eintrittszeit erhält. „Wir richten alle unsere Kommunikationsbemühungen darauf aus, dass sich die Besucher schon vorab ihre Eintrittszeit online auf www.imperial-austria.at sichern. Damit können Wartezeiten an der Kassa bzw. auf die Eintrittszeit ins Schloss vermieden werden“ erläutert Markus Wiesenhofer. Dieses Staumanagementsystem soll in Zukunft noch in Richtung Besuchererfassung und Simulationen weiterentwickelt werden, um Besucherströme noch wirksamer lenken zu können und Kapazitäten bestmöglich auszuschöpfen.

 

https://www.schoenbrunn.at/

Foto © SKB
Foto © SKB