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MONDAY

17.05.2011
Bereits zum zweiten Mal fand am 16. Mai in den Räumen der Contrast Management-Consulting der Peter Drucker NPO-Workshop mit 12 Teilnehmern aus NPOs und der öffentlichen Verwaltung statt.

„Der Mann, der Management erfand“, wird Peter F. Drucker oft genannt. Ein universell gebildeter und weitblickender Kosmopolit des 20. Jahrhunderts aus Wien, der in den USA zu Weltruhm gelangte. Er gilt auch deshalb als bahnbrechend, da er als einer der Ersten die exemplarische Bedeutung der NPOs unterstrich und dies auch in seiner Forschungs- und Lehrtätigkeit an der Claremont Graduate School, in dem das Drucker Institut nach wie vor besteht, vorantrieb.

 

Genau diese Betonung der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedeutung der NPOs in Hinblick auf ihre Komplexität und damit auch auf ihre Management-Herausforderungen machte ihn Ende der 80er Jahre über die Grenzen der USA vor allem bei jenen Institutionen bekannt, die sich erstmals auch mit dem Management in NPOs beschäftigten. Peter Drucker formulierte in seiner respektvollen Einstellung zu den NPOs auch klare Anleitungen, denn „gute Absichten alleine sind zu wenig“, stellte er durchaus kritisch als Botschaft voran, um dennoch festzuhalten „das Management von Nonprofit-Organisationen ist vergleichsweise komplexer und herausfordernder als das Management kommerzieller Unternehmen in einer vergleichbaren Größe".

 

Der Kern der Überlegung von Drucker – die 5 wichtigsten Fragen für das NPO-Management – stellte Christian Horak, Leiter des Bereichs Nonprofit und Public Management von Contrast Management-Consulting, in einem kompakten 4-stündigen und interaktiven Workshop vor. Was ist unsere Mission? Wer ist unser Kunde? Worauf legt unser Kunde Wert? Was sind unsere Ergebnisse? Was ist unser Plan? Diese scheinbar „leichten“ Fragen von Peter Drucker, so die Überzeugung Horaks, sind in ihrer Einfachheit und Klarheit ein Ausgangspunkt für eine Reise, die gleichzeitig einen inhaltlichen und auch persönlichen Veränderungsprozess auslösen können und im Grunde auch auslösen sollen. Die Vermittlung des Drucker „spirit“ in diesen 5 Fragen kann natürlich nur erfolgen, wenn auch eine gewisse Bereitschaft und Sicherheit besteht „etwas in Frage stellen zu können“.

 

Peter Drucker wusste bereits vor mehr als 30 Jahren, dass NPOs ihre Ziele „ganz anders definieren müssen“, da sie nicht das vergleichbare Kern-Ziel eines erwerbswirtschaftlichen Unternehmens haben, nämlich Ergebnisse und Umsätze bzw. Deckungsbeiträge zu erwirtschaften.

 

Die Frage, warum Drucker es vorsah, „nur 5 Fragen“ zu stellen, beantwortet Horak pragmatisch: „Drucker war der Überzeugung, dass man mehr als 5 Ziele nicht verkraftet. Und wenn man sich ernsthaft und dauerhaft mit diesen Fragen beschäftigt, ist man ohnehin immer wieder in einem Denk- und Gestaltungsprozess.“ Denn letztlich, so Horak, sollte dieser Prozess dazu führen, dass sich NPO-Manager und Mitarbeiter nicht zufrieden zurücklehnen, sondern sich stets fragen, „was sie ab kommenden Montag verändern wollen“, um das Management ihrer Organisation weiter zu entwickeln.

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