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Contrast-Mitarbeiter erreicht als 41. Österreicher den Gipfel des Mount Everest (8.848 m)CONTRAST-MITARBEITER ERREICHT ALS 41.
ÖSTERREICHER DEN GIPFEL DES MOUNT
EVEREST (8.848 M)

21.06.2013
Ein persönlicher Erfahrungsbericht von Lukas Hochmeister

Gut vorbereitet durch meine bisherigen Expeditionen sowie intensives Training stiegen mein Vater und ich Ende März ins Flugzeug nach Kathmandu, um unseren langgehegten Traum, gemeinsam den höchsten Berg der Welt zu besteigen, in Angriff zu nehmen.

 

Nach dem 10-tägigen Anmarsch zum Basislager (5.300m) verbrachten wir die nächsten 5 Wochen mit den Akklimatisationstouren zur Höhenanpassung, die uns mehrmals durch den berüchtigten Khumbu-Eisbruch und die Lhotseflanke bis ins Lager 3 auf 7.400m und wieder zurück ins Basislager führten. Nach Abschluss der Akklimatisation begann das Warten auf das passende Wetterfenster; bei Temperaturen jenseits von -30°C sind stabiles Wetter und Windgeschwindigkeiten von maximal 60 km/h Voraussetzung, um den Gipfelgang ohne Erfrierungen zu überstehen.

 

Am 17. Mai starteten wir dann endlich mit unserem Gipfelgang. Nach 4 Tagen im Aufstieg kamen wir am 20. Mai kurz nach Mittag im Lager 4 am Südsattel auf 7.950m an. Wir versuchten, uns an diesem extrem unwirtlichen Ort noch kurz auszuruhen, bevor es um 23:00 Uhr mit der dicken Daunenausrüstung und den Sauerstoffflaschen im Gepäck in Richtung Gipfel losging. Obwohl wir als letzte vom Lager starteten, hatten wir am Balcony schon den Großteil der anderen Bergsteiger überholt – von den gern zitierten „Staus“ war an diesem Tag nichts zu sehen.

 

Am Südgipfel erreichten uns dann die ersten Sonnenstrahlen, jedoch setzte starker Wind ein, der uns mehrmals fast umwehte. Den Gipfel bereits in Sicht war an Umdrehen jedoch nicht mehr zu denken. Wir bewältigten den Hillary Step, kletterten die letzten Meter am Grat und erreichten kurz nach Sonnenaufgang den Gipfel. Das Gefühl am Gipfel angekommen zu sein ist unbeschreiblich, die ganze Welt lag uns zu Füßen! Wir konnten uns die Tränen nicht verkneifen. Wir genossen eine Weile die einzigartige Aussicht, machten unsere Gipfelfotos und waren dann schnell wieder am Weg nach unten; es hatte immer noch 35 Grad unter 0!

 

Nach einem 2-tägigen, extrem mühsamen Abstieg kamen wir frühmorgens am Fuß des Khumbu-Eisbruchs an und wurden dort von unserem Team begrüßt. Erst als der gefährliche Abstieg geschafft und die Anspannung weg war, begannen wir langsam zu realisieren, was wir in den letzten Tagen geschafft hatten – ein unbeschreibliches Gefühl, dass wir nach langer Vorbereitung und unzähligen Strapazen am Berg als 41. und 42. Österreicher die Aussicht vom höchsten Punkt der Erde genießen durften und unversehrt zurückgekehrt sind.

 

www.hochmeister-alpin.at

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