• Übersicht
  • Archiv

Contrast Management-Cercle zum Thema „Controlling Excellence in Planung und Reporting“CONTRAST MANAGEMENT-CERCLE ZUM THEMA
„CONTROLLING EXCELLENCE IN PLANUNG UND
REPORTING“

02.02.2015
Contrast Management-Consulting lud am 28. Jänner zu einer Diskussion mit Top-Managern der österreichischen Industrie in die Wiener Börsensäle ein. Werner Hoffmann, Vorsitzender der Contrast-Geschäftsführung, begrüßte mehr als 150 Gäste, u.a. Siegfried Mayrhofer (Telekom Austria), Alexander Schillinger (RHI) und Arnulf Wolfram (Siemens).

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie Unternehmen optimal gesteuert werden können und welche Anforderungen an Controller dabei gestellt werden. Anlass der Veranstaltung war das abgeschlossene Controlling-Projekt von Contrast bei den ÖBB unter der Federführung des Controlling-Experten Mirko Waniczek. Josef Halbmayr, CFO der ÖBB, stellte das neue, am State-of-the-Art finanzieller Führung ausgerichtete, Steuerungssystem des ÖBB-Konzerns vor.

 

Mut zur Lücke

In seinem Eingangsstatement stellte Mirko Waniczek fest, dass obwohl alle Controlling-Instrumente seit Jahren bestens bekannt sind, die Panel-Befragungen des Controller Instituts beweisen, dass Planung und Reporting „Dauerbaustellen“ sind. So wird die Planung in mehr als der Hälfte der Unternehmen wenig effizient bottom-up gestartet. Operationale Ziele existieren meist nur für das Gesamtunternehmen und nur ein Viertel legt auch für nachgelagerte Ebenen (z.B. Geschäftsbereiche) Ziele fest. „Trotz dieses ernüchternden Befunds muss man innovative Ansätze in die Praxis tragen“, so Waniczeks Credo. Er empfiehlt eine werttreiberorientierte Planung, die sich am Geschäftsmodell sowie an beeinflussbaren Stellschrauben orientiert. Dieser Ansatz löst auch ein weiteres dringendes Problem: viele Unternehmen reagieren auf zunehmende Unsicherheit und Volatilität nämlich mit noch detaillierterer Planung, „das erzeugt die Illusion von Beherrschbarkeit der Zukunft", so Waniczek. Somit werden viele Ressourcen in Detailplanungen ohne wesentlichen Erkenntnisgewinn vergeudet. Wichtig wäre ein Planen in Szenarien, den Mut zur Lücke zu wagen und nicht nur die Gewinn und Verlust-Rechnung, sondern auch Bilanz und Cashflow aktiv zu nutzen. In der Panel-Befragung zum Thema Reporting stellten 39 % der Befragten fest, dass die Interaktion zwischen Management und Controlling zu wenig intensiv sei. Waniczek rät, Bestehendes zu hinterfragen und relevante Inhalte gemeinsam mit dem Management zu identifizieren.

 

„Keine Überraschungen“

Josef Halbmayr, CFO der ÖBB-Holding, unterstrich in seinem Referat sehr deutlich, dass die Grundmotivation für ein modernes Steuerungssystem („SPRINT“ als Abkürzung für Systeme-Planung-Reporting-INTegriert) darin bestand, einen höheren Qualitätsstandard in der Planung zu erreichen.

 

Die neue Konzernplanung sollte vor allem eines – „keine Überraschungen“ bieten, denn die ÖBB stehen im Fokus diverser Stakeholder, z.B. Regulator, Medien oder Rechnungshof. „Wir brauchen eine Planung mit hoher Präzision“, so der ÖBB-Finanzvorstand. Man sei stolz, dass man alle Teilkonzerne ins Boot holen konnte und die auf Top-down-Zielen basierende Planung für 2015 gelungen sei. Die integrierte Planung von GuV, Bilanz und Cash Flow stellt das Rückgrat der Steuerung dar, eine geschäftsmodellbasierte Werttreiberplanung sorgt für mehr Transparenz. „Dank der Werttreiberplanung können wir nicht nur die Umsätze, sondern auch unsere komplexen internen Leistungsbeziehungen wesentlich besser und zwischen Gesellschaften integriert planen“, so der ÖBB-CFO ergänzend. Die Erfolgsfaktoren für ein erfolgreiches Projekt seien, so Halbmayr abschließend, ein gemeinsam getragenes Zielbild, professionelles Projektmanagement, permanente Überzeugungsarbeit, striktes Anforderungsmanagement und eine heitere Gelassenheit im Umgang mit Unvorhergesehenem.

 

Der Controller als Berater

In der abschließenden Podiumsdiskussion ging es um die Frage, ob und wie der Controller als interner Berater eingesetzt wird. Auch hier liefert das aktuelle Controlling-Panel einen ernüchternden Befund: Von der gesamten Controlling-Kapazität entfallen nur 9 % auf die Beratung des Managements. Alexander Schillinger, Head of Controlling von RHI, meint, Controller müssten auf jeden Fall sehr „nahe“ am Geschäft sein, um entsprechende Daten, Fakten und auch Beratungsleistungen zu liefern. Arnulf Wolfram, Leiter Sektor Infrastructure & Cities CEE, Siemens, sieht einen notwendigen Paarlauf zwischen Manager und Controller und eine auf Kontinuität aufgebaute Interaktion als Erfolgsmodell. Siegfried Mayrhofer, CFO der Telekom Austria Group, bekräftigt dies und wünscht sich eine kompetente Mannschaft, die einerseits klare Zahlen liefert, aber auch strategische Entscheidungen unterstützt.

Fotogalerie
Contrast Management-CercleContrast Management-CercleContrast Management-CercleContrast Management-CercleContrast Management-CercleContrast Management-CercleContrast Management-CercleContrast Management-Cercle